FACHARZTZENTRUM REGENSBURG
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Myokardszintigraphie – Durchblutung des Herzens im Bild

 

Die Myokardszintigraphie ist die genaueste Methode, die Durchblutung des Herzmuskels bildlich darzustellen, ohne eingreifende und potentiell riskante Verfahren wie Herzkatheter zu verwenden. Sie kommt beispielsweise zum Einsatz, um Durchblutungsstörungen des Herzmuskels zu entdecken, die Größe vernarbter Areale nach Herzinfarkten darzustellen oder den Erfolg einer durchblutungsfördernden Therapie zu dokumentieren. Eine gleichmäßige Durchblutung des Herzmuskels unter Belastung schließt dabei eine Erkrankung der Herzkranzgefäße mit großer Sicherheit aus (Bild 1). Um die Belastungssituation herzustellen, kann eine Fahrradbelastung oder eine medikamentöse Belastung erfolgen, ähnlich wie beim normalen Belastungs-EKG beim Hausarzt oder Kardiologen. Stellt sich dabei eine ungleichmäßige Durchblutung heraus (Bild 2), ist eine zusätzliche Aufnahme unter Ruhebedingungen erforderlich, um zwischen narbigen Veränderungen und Durchblutungsstörungen zu unterscheiden. Um die Durchblutung darstellen zu können, kommt eine schwach radioaktive Substanz zum Einsatz, die intravenös injiziert wird. Nebenwirkungen der verwendeten Substanz sind nicht zu befürchten, mit Ausnahme einer geringen Strahlenbelastung, vergleichbar mit einer Computertomographie. Während der Aufnahme rotiert eine spezielle Kamera (Gammakamera, Bild 3) in etwa 10 Minuten um den Oberkörper des Patienten. Neben der Durchblutung wird dabei auch die Pumpfunktion des Herzmuskels erfasst und in die Beurteilung des Untersuchungsergebnisses einbezogen.

 

Um eine optimale Aussagekraft der Untersuchung zu ermöglichen, werden alle verfügbaren Informationen über eventuell bereits bekannte Erkrankungen, insbesondere von Herz und Lunge, mit berücksichtigt. Ebenso ist eine eventuelle Medikamenteneinnahme von Bedeutung. Außerdem wird der geeignetste Belastungstest anhand der Informationen des Patienten ausgewählt. Im Vorfeld der Untersuchung ist deswegen eine enge Kommunikation und Kooperation zwischen dem untersuchenden Nuklearmediziner und dem behandelnden Arzt entscheidend.