FACHARZTZENTRUM REGENSBURG
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Die optische Kohärenztomographie: Exakter als andere Untersuchungen

Veränderungen der Netzhaut lassen sich frühzeitiger erkennen

Bei Erkrankungen des Auges wie etwa dem Grauen Star kann die trübe Augenlinse gegen eine klare Kunststofflinse ausgetauscht werden. Bei Erkrankungen der Netzhaut, insbesondere der Stelle des schärfsten Sehens, der Makula, gibt es eine derartige Möglichkeit nicht. Daher ist es besonders wichtig, diesen Netzhautbereich möglichst genau zu untersuchen und Veränderungen zeitnah zu behandeln. „Je genauer die Untersuchung und Diagnose, desto gezielter ist auch die Therapie“, sagt Augenarzt Dr. Sebastian Raß.

 

Stünde im schlimmsten Fall eine Erblindung am Ende eines Krankheitsverlaufes zu befürchten, kann dieser Verlauf durch die rechtzeitige Diagnose und Therapie verlangsamt oder vielfach sogar aufgehalten werden. Mit herkömmlichen Untersuchungsverfahren können Veränderungen der aus mehreren Schichten aufgebauten Netzhaut jedoch nicht so exakt dargestellt werden. Abhilfe schafft hier eine genaue Untersuchung der verschiedenen Netzhautschichten mittels einer optischen Kohärenztomographie (OCT). Die OCT ist eine spezielle Untersuchungsmethode, die die Möglichkeit eröffnet, komplikationslos die verschiedenen Schichten der Netzhaut mikroskopisch genau dreidimensional darzustellen. „Der große Vorteil der OCT ist die schnelle, berührungslose und damit für den Patienten angenehme Diagnostik bei Erkrankungen im Bereich der Makula und des Sehnervs“, erklärt Dr. Sebastian Raß von der Augenarztpraxis Dr. Raß und Dres. Lodes im Facharztzentrum Regensburg und er fügt hinzu, dass die OCT eine invasive Diagnostik teilweise ersetzen kann. So ist zum Beispiel eine fluoreszenzangiografische Untersuchung, bei der ein Farbstoff in die Vene injiziert werden muss, oftmals nicht nötig. Darüber hinaus kann bei manchem unklaren Netzhautbefund häufig erst die OCT Klarheit schaffen.

 

Bei Grünem Star:
Bei Vorliegen eines Glaukoms, des so genannten Grünen Stars, kann durch die OCT eine exakte Sehnervendiagnostik durchgeführt werden, um bereits im Frühstadium eventuelle Veränderungen, wie beispielsweise die Abnahme der Sehnervenfaserschichtdicke festzustellen. Wichtig für die weitere Therapie des Glaukompatienten ist zudem, dass mit der OCT auch der Krankheitsverlauf und der Therapieerfolg genauer dokumentiert werden können.

 

Bei Makuladegeneration:
Im Rahmen der altersbedingten Makuladegeneration kommt es zu krankhaften Veränderungen an der Stelle des schärfsten Sehens an der Netzhaut. „Das ist eine Erkrankung, die in unserer älter werdenden Gesellschaft immer häufiger vorkommt“, erklärt Dr. Raß. Mit der OCT können strukturelle Veränderungen schon in einem Frühstadium erkannt werden und so bei Bedarf eine entsprechende Therapie frühzeitig eingeleitet werden.

 

Bei Makulaödemen:
Bei Erkrankungen, die mit Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut einhergehen, wie bei der feuchten Makuladegeneration, bei Veränderungen durch Diabetes oder bei Veränderungen infolge von Gefäßverschlüssen kann auf die Diagnostik mittels OCT nicht verzichtet werden. Denn sie ermöglicht eine exakte Darstellung des Netzhautschadens und kann darüber hinaus die Wirksamkeit der eingeleiteten Therapie durch Vergleichsaufnahmen exakt dokumentieren.

 

Die OCT ist zudem eine wichtige Untersuchungsmethode bei Patienten mit unklarer Sehverschlechterung und bei Netzhautveränderungen, die mithilfe herkömmlicher Untersuchungsmethoden nicht eindeutig erkannt werden können. Da in der Augenarztpraxis Dr. Raß und Dres. Lodes der optische Kohärenztomograph zusätzlich über eine Funduskamera verfügt, lassen sich auch Fotos des Augenhintergrundes erstellen, mithilfe derer der Augenarzt Veränderungen der Netzhaut – beispielsweise Netzhautblutungen bei Diabetes – vergleichen und das Voranschreiten von Erkrankungen aufdecken kann. Darüber hinaus ist die OCT wichtig für die Verlaufskontrolle nach Operationen wie der Entfernung feinster Membranen auf der Oberfläche der Netzhaut oder nach Spritzen in den Glaskörperraum bei Makulaödemen.

 

Auch wenn die OCT viele Vorteile hat, werden die Kosten für die Untersuchung nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen.

 

Vorteile gegenüber herkömmlichen Methoden:
o    nichtinvasiv, also berührungslos
o    hochauflösende Bilder
o    dreidimensionale Darstellung der Netzhaut
o    durch frühzeitige Diagnose frühzeitige Therapie und bessere Heilungschancen
o    Verlaufskontrolle

 

Augenarztpraxis Dr. Raß und Dres. Lodes
Telefon: (0941) 79 30 77
www.lodes-rass.de